Vertrau dem Arbeiter und seiner Lernfähigkeit

forumKirche, Weisheiten aus der Wüste      (26. April 2013)

Arbeit gehört zum christlichen Leben wie das Beten selber. Seit jeher wurde ihr ein spezieller Nutzen zugeschrieben. Oft besonders der Arbeit, die als verwerflich und wenig ruhmreich empfunden wurde. Nicht der Erfolg oder die Ehre einer Arbeit stehen im Zentrum des Interessens, sondern wie sie den Arbeitenden und dem Reich Gottes dient. Deshalb ist es für den im Väterspruch erwähnten Bruder gar keine Frage, dass er arbeiten will. Seine Motivation dazu ist vorhanden. Ja, er hat sogar Glück, er liebt das Seilflechten und hat Freude daran. Die Arbeit scheint ihm einfach nicht von der Hand zu gehen und zu gelingen. Weiter

Herausforderung Fidelis von Sigmaringen

MittWortsMusik, Luzern, Jesuitenkirche, Predigt      (24. April 2013)

(Dramatisch) „Stellen sie sich vor. Ich stehe hier und predige Ihnen vom Reich Gottes. Von Hinten hören sie die Türe knallen und es läuft einer laut schreiend durch die Kirche. Er kommt bis zum Ambos, schiebt mich, den Prediger gewaltsam auf die Seite, richtet sich das Mikrofon zu Recht und lässt los:“

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Homage an Walbert Bühlmann


Die Region, Wochenzeitung der Stadtregion Luzern      (24. April 2013)

Mit dem Kapuziner Walbert Bühlmann verbindet mich einiges. Einerseits habe ich vor Jahren seine Bücher mit Interesse verschlungen. Andererseits habe ich mit ihm zusammengelebt und einmal eine Fusswallfahrt von Arth nach Einsiedeln gemacht. Bewundert habe ich stets, wie unerschrocken und scheinbar unberührt er Niederlagen wegstecken konnte – ok, ich weiss, auch in der Bibel ist das Prophetenleben nicht unbedingt als ein sehr gemütliches Leben beschrieben. Oft gilt ja, Gott mit Prophet gegen das Volk. Gefreut hat mich nun das nachfolgende Zitat aus „Die Region“ von Marlies Fuchs-Sutter:

„Übrigens, der vor ein paar Jahren

verstorbene Kapuzinerpater Walbert Bühlmann aus Emmenbrücke, ein durch Dutzende von Büchern und Vorträgen in der ganzen Welt bekannter Theologe, hat schon vor mehr als zehn Jahren vorgeschlagen, dass vom Papst für jeden Kontinent ein Stellvertreter ernannt werden müsste, weil die unterschiedlichen Kulturen, Gebräuche und Ansprüche niemals unter einen Hut gebracht werden können. Franziskus hat erste Schritte in diese Richtung getan. Jetzt gilt es für uns an der Basis, unerschrocken für diesen Aufbruch zu kämpfen“.

Den Himmel vermiest du dir selber

forumKirche, Weisheiten aus der Wüste      (16. April 2013)

Für Abbas Daniel liegen in diesen drei Bildern drei Irrtümer christlichen Lebens, die den Christen den Himmel vermiesen können: Zu wenig Aufmerksamkeit für Gott, schlechte Werke und falscher Stolz. Grundsätzlich möchten die Menschen, von denen die Stimme erzählt, ans Ziel kommen. Doch hält sie falsches Tun am Boden. Ihr Tun wird mit falschem Werkzeug sinnlos oder durch Überheblichkeit verunmöglicht. «Mensch, wo stehe ich mir selbst im Weg?», ist die Frage, die Abbas Daniel den Hörenden mitgibt. Weiter.

 

Der Heilige Geist drängt, wir sind bequem


Radio Vatikan Blog im Zusammenhang mit Papst Franziskus      (16. April 2013)

Papst Franziskus meint: „Um es klar zu sagen: Der Heilige Geist ist für uns eine Belästigung. Er bewegt uns, er lässt uns unterwegs sein, er drängt die Kirche, weiter zu gehen. Aber wir sind wie Petrus bei der Verklärung, ‚Ah, wie schön ist es doch gemeinsam hier zu sein.’ Das fordert uns aber nicht heraus. Wir wollen, dass der Heilige Geist sich beruhigt, wir wollen ihn zähmen. Aber das geht nicht. Denn er ist Gott und ist wie der Wind, der weht, wo er will. Er ist die Kraft Gottes, der uns Trost gibt und auch die Kraft, vorwärts zu gehen. Es ist dieses ‚vorwärts gehen’, das für uns so anstrengend ist. Die Bequemlichkeit gefällt uns viel besser.“

Gespannt bin ich nun auf die Konsequenzen, die er für die Kirche daraus zieht, v.a. wenn man davon ausgeht, dass vom Hebbräischen her gesehen, der Heilige Geist weiblich ist, respektive die Heilige Geistin! Weiter.

 

Ich rette mich im Leben – Jesus Christus erlöst zum ewigen Leben

forumKirche, Weisheiten aus der Wüste      (28. März 2013)

Wie gerne machen Menschen ihr Leben an Erreichtem und an Erfolgen fest. Erst diese geben ihnen scheinbar Status, Ehre und Selbstzufriedenheit. Bei besonders religiösen Menschen, die dann auf das Gegenteil, das Scheitern und das Leiden setzen, sind es dann manchmal nicht die Erfolge, sondern die Weltuntergangs-szenarien für eine kaputte und gottlose Welt. Trotzdem orientieren sich pessimistische Menschen indirekt auch an den Erfolgen, schätzen diese jedoch als leer, gefährlich und schlecht ein. Weiter.

 

Vom sinnvollen Fasten

forumKirche, Weisheiten aus der Wüste      (15. März 2013)

Die Gabe der Unterscheidung der Geister, wie sie auch genannt wird, schenkt einem nicht das Wissen, die wahre und abschliessende Antwort gefunden zu haben – solche Antworten dürfen wir getrost Gott überlassen –, sondern die Hoffnung, dass Gott mit mir, mit uns auf dem Weg ist. Weiter.

 

Spirituelles Leben ist anders

forumKirche, Weisheiten aus der Wüste      (28. Februar 2013)

In Zeiten der Arbeits- und Gewinnmaximierung scheinen nur die Dummen zu arbeiten. Wer genügend Geld hat oder es richtig anstellt, lässt – wie es der Werbespot einer Kantonalbank suggeriert – das Geld oder andere Menschen arbeiten und gibt ab und zu etwas davon aus. Der Schlaue arbeitet nichts und wird erst noch reich dabei. Welch ein Leben! Ist das wirklich das wahre Leben? Wenn man Geld oder andere für sich arbeiten lässt, dann hat man genügend Zeit zum Beten und zum Meditieren. Man könnte die selbst gemachte «Arbeitslosigkeit» auch noch spirituell absichern. Oder haben Sie auf Bildern je einen Mönch oder einen Yogi arbeiten sehen? Gibt es sogar eine Konkurrenz zwischen Spiritualität und Arbeit? Weiter.

 

Basler Fasnachten


Einige fotografische Impressionen      (18. Februar 2013)

Drei Bürgerorte habe ich bisher – und den Rapperswilern gemeldet, dass ich gegen ein Viertes nicht abgeneigt werde. JedeR hat seinen / Ihren eigenen Sammltrieb. Ok, für einen Kapuziner ist der wahre Bürgerort bei Gott – und der ist überall ausserhalb und innerhalb mir am Wirken. Wo er wirklich ist, kann ich mir wenig vorstellen. Einer meiner irdischen Bürgerorte ist Basel, wo ich auch geboren bin. Und die schönste Jahreszeit wird an meinem Geburtsort vielfältig begangen.

 

 

Sind sie nicht nett, die Waggis? Echte Basler? Nein, Elsässer Bauern!

 

 

Die Basler Fasnacht lebt nicht nur von der Cortège, dem grossen Umzug, sondern von gleinen Gruppen die alleine und kreativ durch die Gassen ziehen.

 

 

Und nicht zu vergessen sind die Schnitzelbänke, die es teilweise öffentlich, teilweise an geheimen Orten zu hören gibt.

 

 

 

Nein, an der Basler Fasnacht ist es nicht immer laut, da gibt es auch besinnliche, ja sogar stille Orte.