Wussten Sie, dass nach dem Lukas-Evangelium Johannes der Täufer im Gefängnis landete, bevor er am Jordan Jesus taufen konnte. Oder auch, dass das Gleichnis vom anvertrauten Geld absolut nichts mit menschlichen Talenten und Gaben zu tun hat – der vermeintliche Versager ist eigentlich der Held der Geschichte. Ab dem 16. März 2025 gebe ich der Rätsel Lösungen – sofern man das so nennen darf – bei der Zürcher Telebibel. Viel Vergnügen und gute Nerven also.
Schlagwort: Verantwortung und Vertrauen
Gebären und gewahr werden; bewahren und erwägen
Predigt vom 25. Dezember 2024; Lukas 2,15-20
Das eine ist es «Ja» zu sagen, das andere dazu zustehen, es geschehen zu lassen, auch wenn es anders kommt, als frau oder man es vielleicht gedacht und erwartet hat. Solche Erfahrungen prägen das Leben, sei dies als zwischenmenschliche Erfahrung, sei dies als eine Erfahrung des Glaubens-Lebens. Die meisten unter uns haben schon vor Jahren, ja Jahrzehnten zu Menschen «Ja» gesagt, zu Aufgaben und Verpflichtungen «Ja» gesagt. Und immer wieder neu «Ja». Vielleicht hat sich das eine oder andere dieser «Ja» erfüllt, andere vielleicht verlaufen und wiederum andere fordern uns immer noch heraus, belasten uns.
Ein Kapuziner sagt zu einer Gemeinschaft «Ja», zu unterschiedlichen Aufgaben und vor allem zu Menschen. Auch sie, liebe Mitmenschen an der Krippe haben in ihrem Leben zu einigem «Ja» gesagt. Dabei weiss der Mensch zu Beginn oft, vielleicht meistens gar nicht, zu was sie oder er wirklich ja gesagt hat. «Wenn ich alles gewusst hätte, dann …» kann man manchmal hören. Manchmal geht das einem auch still durch den Sinn.
Die junge Frau Maria, eher noch Mädchen (?), hat Gott auch «Ja» gesagt. Gut, eine Klärungsfrage wurde ihr erlaubt, Zacharias wurde eine solche verübelt. Das «Ja» von Maria bedeutete neun Monate Schwangerschaft und dann eine Geburt unter erschwerten äusserlichen Bedingungen. In den vergangenen Tagen ging es in einem Roman, den ich hörte, um Geburts-Erfahrungen von einer Frau samt postnatalen Depression. Diese ist auch in der Schweiz heute keine Seltenheit: «Zwischen 15 und 20% der Frauen (je nach Studie) – demnach bis zu 16’000 pro Jahr – stürzt dieses sogenannt freudige Ereignis in die Krise: Sie erleiden eine postpartale Depression (umgangssprachlich auch oft als postnatale Depression bezeichnet oder als Wochenbettdepression bekannt).» https://postpartale-depression.ch/de/
Ach ja: «Auch Väter können daran erkranken, ca. 10% sind nach der Geburt ihrer Kinder von einer Depression betroffen.» In einem Interview mit einer Geburtshelferin las ich über Komplikationen bei der Geburt. Diese sind nicht zu unterschätzen. Dank einem Kaiserschnitt habe ich selber meine Geburt überlebt. In der freien Natur wäre ich vielleicht tot, vielleicht gar nicht zur Welt gekommen. Meine Nabelschnur hatte ich in meinem Bewegungsdrang um mich geschlungen. Gut, Menschen, die mich als kleinen Knopf kannten, staunen heute, wie ruhig und bedächtig ich geworden bin.
Maria, zu was allem hast du ja gesagt. Das heutige Tagesevangelium erzählt, wie Engel bei den Hirten waren und wieder gegangen sind. Die Hirten eilten darauf zu Maria und Josef und erzählten ihnen, was ihnen von den Engeln verkündet worden ist. «Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen.» Nein, die junge Frau macht kein grosses Aufhebens: «Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen.» Vermutlich hat sie das noch einige Male gemacht, während den 33 Jahren, die sie Jesus von Nazareth im Leben begleitet hat. Auch nach dessen Tod hat sie vermutlich noch viele Worte bewahrt und im Herzen bewogen.
Liebe Mitmenschen an der Krippe, auch wir haben in unserem Leben einige Worte mitbekommen, sie hoffentlich auch bewahrt und erwogen. Worte unserer persönlichen Geschichte mit Menschen und hoffentlich auch mit Gott. Hoffentlich durften wir immer wieder Staunen über das, was das Leben uns geschenkt hat. Vielleicht begleiteten uns ab und zu auch Depressionen und Verzweiflung. Und von Maria kennen wir einige Situationen, da sie wegen ihrem Sohn Jesus gelitten hat. Über allem steht jedoch der lebenspendende Gott und SEIN «JA» zum Geheimnis Leben. Und trotzdem, auch Maria hatte in ungewisser Situation «Ja» gesagt.
Und was mir dieses Jahr wichtig geworden ist an Weihnachten, fand ich im Text «Und Weihnachten geschieht!» von Andrea Schwarz: «Weihnachten kann man nicht machen – Weihnachten geschieht und wird und ist. Weihnachten – das ist das Geschenk Gottes an uns Menschen. Und Weihnachten ist und war und wird sein – egal, ob alle Fenster geputzt sind, wir alle Geschenke haben, die Weihnachtspost erledigt ist, es in den Geschäften keinen Lachs mehr gibt. … – Weihnachten geschieht.» (Aus: Eigentlich ist Weihnachten ganz anders. Hoffnungstexte).
Jahr für Jahr stehen, beten, meditieren wir mit Maria und Josef, den Hirten vor dem Kind in der Krippe. Wir lassen geschehen und erinnern uns an die Botschaft der Engel an die Hirten und deren Worte an Maria und Josef. Es ist dies auch eine Botschaft an uns und wir dürfen staunen, Kraft gewinnen für unser Leben, für unsere «Ja» zum Leben, zu Menschen und zu Gott. Und vielleicht begleitet uns in diesen Tagen der Vierschritt: Gebären und gewahr werden; bewahren und erwägen. Amen
Geheimnis Mensch
Predigt vom 1. September 2024; Mk 7,1-23
Die Habsburger, die ursprünglich aus der Schweiz kommen, kannten eine getrennte Bestattung. Nach dem Tod wurde der Körper vom Herz getrennt und an unterschiedlichen Orten bestattet. Man ging damals davon aus, dass im Herz das Zentrum des Menschen ist und dass im Herz der Ort der menschlichen Identität, sein Willenszentrum liegt. Ohne Herz kein Leben. Deshalb hat man früher vom Herztod gesprochen. Heute ist der Herztod keine verlässliche Todes-Indikation mehr. Wir wissen es anders. Bei Herzoperationen kann das Herz stillgelegt und durch Maschinen ersetzt werden. Später lässt man das Herz wieder arbeiten und das Leben geht weiter. Ein stillstehendes Herz bedeutet nicht mehr den sicheren Tod. Auch können Herzen transplantiert werden, ohne dass das neue Herz seine Identität in den fremden Körper mitnehmen würde. Das Herz gilt nicht mehr als das geheimnisvolle und unbekannte Zentrum des Menschen. Kardiologen und Kardiologinnen haben das Herz als Organ erforscht.
Heute gehen viele Menschen davon aus, dass das Hirn der entscheidende Ort des Menschen ist. Deshalb wurde der Hirntod zu einer Indikation für Leben und Tod. Gibt es im Hirn keine Energie mehr, dann ist der Mensch tot, so sagt diese Vorstellung. Ob dem so ist und wann der Mensch wirklich tot ist, das ist eine schwierige, medizinische und umstrittene Frage. Vor allem bei der Organtransplantation ist diese Einschätzung wichtig. Wann ist der Mensch tot und wann darf man ihm Organe entwenden. Eine knifflige Frage.
Es gibt Menschen, die lassen sich einfrieren und hoffen, eines Tages wieder aufgetaut und zum Leben erweckt zu werden. Und eben, heute gibt es Menschen, die es ähnlich machen wie die Habsburger. Sie lassen den Körper beerdigen und verwesen, aber den Kopf einfrieren und aufbewahren. Das Hirn müsste im neuen Leben reichen, um wieder ins Leben zu kommen. Da sind die wichtigen Daten eines menschlichen Lebens gespeichert, wie auf einer Computer-Festplatte. Der Körper scheint austauschbar, wie in einigen Computerspielen, wo ein Spieler, eine Spielerin mehrere Leben in unterschiedlichen Körpern leben kann. Aber das Gehirn bleibt.
Wenn Jesus im heutigen Tagesevangelium sagt, «von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken» usw., dann hat er die Vorstellung, dass das Herz den Menschen ausmacht. «All dieses Böses kommt von innen und macht den Menschen unrein». Jesus von Nazareth hat vor zwei tausend Jahren gelebt und gewirkt. Dabei hat er sich mit seinen Worten in den damaligen Vorstellungen bewegt, welche nicht mehr unsere sind. Damals war das Herz das Zentrum des Menschen.
Während dem Studium der Erziehungswissenschaften hat einer meiner Psychologie-Professoren Wert daraufgelegt, dass der Mensch auch in der Psychologie ein Geheimnis ist und bleibt. Die Psychologie gibt Hilfen für die Analyse des Menschen und kann manchmal Heilung bewirken. Aber sie belässt auch vieles offen und unbeantwortet. Was den Menschen im innersten ausmacht, das lässt sie offen, das ist und bleibt Geheimnis. Ein anderer Psychologie-Professor meinte jeweils, dass diese Frage von den Theologen und Theologinnen beantwortet werden müsste. Für uns Christen und Christinnen ist Gott ein Geheimnis – und sein Ebenbild, der Mensch ist und bleibt auch ein Geheimnis, Gottes Geheimnis.
Aber wie Jesus, kann die Psychologie einiges zu «bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifungen, Neid, Lästerung, Hochmut und Unvernunft» sagen. Doch lässt sich auch hier kritisieren: Ihr gebt die Wahrheit (Gottes Gebot) preis und haltet euch an die Theorien (Überlieferung) früherer Zeiten und vergangener psychologischer Grössen. Auch heute müssen wir uns wie vor zweitausend Jahren fragen, was trägt noch und was ist bloss Augenwischerei vergangener Zeiten. Was sind die Themen unserer Zeit?
Nicht Äusserlichkeiten sagt Jesus. Ich würde in heutiger Sprache sagen, der Mensch ist keine Maschine, sondern ein Geheimnis, das entscheidungsfähig ist, das oft zwischen gut und böse unterscheiden muss, auch wenn es manchmal Zeit braucht und Geduld, die Wahrheit und die echten Lösungen zu ergründen. Und auch heute sind wir Menschen aufgefordert rein zu sein, vielleicht in unserer Sprache gesagt, integer, vertrauens- und glaubwürdig, authentisch und wahr; konstruktiv und mit Verantwortung für unsere Nächsten wie für uns selbst.
Ab dem ersten September, heute also, rufen die Kirchen zur Schöpfungszeit auf, die bis zum vierten Oktober, dem Franziskustag, dauert. Auch heute geht es um die zwischenmenschliche Verantwortung, wie sie Jesus von Nazareth im Tagesevangelium einfordert. Doch für uns Menschen heute kommen neue Themen und Sorgen hinzu. Wir haben plötzlich eine enorme Verantwortung für die Natur, Tiere und Pflanzen, für die ganze Erde in unseren Händen. Wir haben diesbezüglich eine enorme Kraft, auch Zerstörungsmacht entwickelt. Das ergibt eine neue Verantwortungen für unser persönliches, wie für unser christliches als auch gesellschaftliches Leben.
Wir sind gefordert uns für das Leben, für die Schöpfung Gottes stark zu machen. Dabei müssen wir – wie Jesus die Pharisäer und Schriftgelehrten auffordert – stets neu ergründen, was Gottes Wille sei. Oftmals tragen alte Antworten nicht mehr. Zu dieser Suche und immer wieder neu entdecken, wünsche ich uns Fantasie, die richtigen Ideen und gute Absichten; aber auch Freude mit Gott an seinem Schöpfungswerk teilzuhaben.
Habt ihr keinen Glauben?
Predigt vom 23. Juni 2024; Ijob 38.1-11; Mk 4,35-41
Liebe Gottsucher, liebe Gottsucherinnen, das Buch Ijob hat mich von Jugend an begeistert. Da gibt es eine Rahmenerzählung und eingefügt Diskussionen von Hiob mit drei Freunden sowie Gottesreden.
Rahmen, erster Teil: Gott sitzt mit seinen Söhnen im Himmel und schaut glücklich auf die Erde hinunter. Gott hat Freude am gerechten und frommen Ijob. Da meint einer seiner Söhne, Satan genannt, dass Ijob nur so gottesfürchtig sei, weil er stets Glück habe und sehr reich sei. Gott solle doch mal Ijobs Besitz und Leben antasten; Ijob Unglück und Verderben bringen. Mal sehen, was dann passiert?!
Nachdem viel Unglück über Ijob eingetroffen ist, gibt es auf Erden einen Dialog von Ijob mit seinen Freuden. Diese wollen Ijob weise machen, dass er für sein Unglück selbst verantwortlich sei. Ijob verneint vehement und beteuert seine Unschuld. Ijob bleibt bei seiner Überzeugung und hat Glück, Gott wendet sich an ihn. Heute hörten wir in der Lesung einen Teil dieser Gottesrede. Und Gottes Antwort zu Ijob ist ganz anders als erwartet:
Ijob 28.8-11: 8 Wer hat das Meer mit Toren abgesperrt, als es hervorbrach aus dem Schoß der Erde? 9 Ich war’s, ich hüllte es in dichte Wolken, als Windel gab ich ihm den dunklen Nebel. 10 Ich gab ihm seine vorbestimmte Grenze, schloss es mit Tor und Riegel sicher ein. 11 Ich sagte ihm: ›Bis hierher und nicht weiter! Hier hört der Hochmut deiner Wellen auf!‹
Gott beschuldigt Ijob keiner Vergehen. Gott erklärt das Leid nicht und gibt auch keine Begründung dafür. Nein, Gott verweist auf seine Schöpfung, seine Schöpfermacht und wie er alles geordnet und begrenzt hat. Sie ist und bleibt in seinen Händen. Doch auf die Frage des «Warum» erhält Ijob keine Antwort. Gott ist dem Menschen keine Antworten schuldig, aber er versichert ihm, dass er allem gebietet und für das Leben einsteht!
Im Tagesevangelium erhalten wir eine ähnliche Antwort durch Jesu Verhalten und Handeln. Jesus liegt auf einem Kissen und schläft im heftigen Wirbelsturm. Die verzweifelten Jünger wecken Jesus.
Mk 4,39-40: 39 Jesus stand auf, sprach ein Machtwort zu dem Sturm und befahl dem tobenden See: »Schweig! Sei still!« Da legte sich der Wind und es wurde ganz still. 40 »Warum habt ihr solche Angst?«, fragte Jesus. »Habt ihr denn immer noch kein Vertrauen?«
Auch Jesus gebietet den zerstörerischen Gewalten, erklärt den Jüngern den Sturm oder die Gefahr nicht. Er zeigt ihnen, dass auch Wind und heftiger Wirbelsturm in seiner Verfügungsgewalt sind. Angstlos schläft er und vertraut dem Leben, dem Wirken und Gebieten Gottes.
Die Praxen von Psychologen sind heute überlastet. Kriege und Umweltängste belasten uns, machen Angst und fordern uns heraus. Antworten dazu gibt es von Gott her keine. So erging es auch Ijob und Jesu Jüngern. Die Gefahren sind real und werden uns nicht erspart oder weggenommen. Aber wir sind aufgefordert Gottes Wirken zu vertrauen; zu glauben, dass Gott über die Schöpfung, Menschen, gefahrvolle Mächte verfügt und alles in seinen «Händen» hält.
Gewiss sind wir auch gefordert unsere Verantwortung dem Leben, der Schöpfung gegenüber wahrzunehmen, unseren ökologischen Fussabdruck zu beachten wie auch für Gerechtigkeit und Frieden einzustehen. Im Buch Ijob hat Gott gefallen am gerechten Tun und frommen Verhalten des Ijob. Und trotzdem erhält Ijob – zumindest auf Erden – keine Antwort auf die Frage nach seinem Unglück und seiner Trauer. Sie sind Teil seiner Lebensrealität.
Obwohl wir vielleicht wie Ijob vieles richtig machen, kann es sein, das Unglück uns verfolgt und Leiden uns begleitet. Aber auch in solchen Situationen dürfen/müssen wir auf Gottes Macht und Wirken vertrauen. Gott ist auch auf Erden der Gebieter und nicht nur im Himmel. Wie schon Ijob oder die Jünger Jesu – verstehen können und müssen wir Gott nicht. Wir dürfen aber auf die Angst verzichten, auf Gott Vertrauen und an Jesu Rettung/Erlösung glauben. Habt ihr noch keinen Glauben? Nein, nicht wirklich, solcher Glauben ist schwer.
Ps: Es gibt nicht nur die Erfahrung von Leid und Unglück, es gibt auch die Erfahrung von Schönheit, unerwartetem Glück sowie von Liebe.

Aktuell: Es gibt nicht nur die Erfahrung von Überschwemmungen und Zerstörung durch Naturgewalten; es gibt auch die Erfahrung von erfrischendem Wasser, von lebenspendendem Wasser. Und es gibt das wachsende Wissen, dass wir wegen Überbauungen und einseitiger Landwirtschaft dem Wasser keine Möglichkeit geben, zu sickern und so langsam abzufliessen. Naturgewalten können vom Menschen provoziert wie auch teilweise gezähmt werden.
Ach ja, das Buch Ijob erzählt am Schluss, nach all dem erlittenen Leid, Hiob 42,10-17: 10 Der HERR wendete das Geschick Ijobs, als er für seinen Freund Fürbitte einlegte, und der HERR mehrte den Besitz Ijobs auf das Doppelte. 11 Da kamen zu ihm alle seine Brüder, alle seine Schwestern und alle seine früheren Bekannten und speisten mit ihm in seinem Haus. Sie bezeigten ihm ihr Mitleid und trösteten ihn wegen all des Unglücks, das der HERR über ihn gebracht hatte. Ein jeder schenkte ihm eine Kesita und einen goldenen Ring. 12 Der HERR aber segnete die spätere Lebenszeit Ijobs mehr als seine frühere. Er besaß vierzehntausend Schafe, sechstausend Kamele, tausend Joch Rinder und tausend Eselinnen. 13 Auch bekam er sieben Söhne und drei Töchter. 14 Die erste nannte er Jemima, Turteltaube, die zweite Kezia, Zimtblüte, und die dritte Keren-Happuch, Schminkhörnchen. 15 Man fand im ganzen Land keine schöneren Frauen als die Töchter Ijobs. Ihr Vater gab ihnen Erbbesitz unter ihren Brüdern. 16 Ijob lebte danach noch hundertvierzig Jahre und er sah seine Kinder und Kindeskinder, vier Generationen. 17 Dann starb Ijob, hochbetagt und satt an Lebenstagen.