Ich verkünde den Gekreuzigten

Vom 16. bis 28. Februar bin ich wieder mit der Zürcher Telebibel unterwegs. Hier können die Inspirationen heruntergeladen werden. Der Prediger Paulus sieht sich nicht als guten und weisen Prediger; Jesus Christus wird als der Gekreuzigte verkündet und Fasten meint primär einmal Gerechtigkeit. Da scheint die Bibel völlig aus der gegenwärtigen Welt der Erfolgreichen, Mächtigen und Egomahnen herauszufallen. Und trotzdem, je mehr ich mich mit diesen biblischen Gedanken auseinandersetze, desto mehr gefallen sie mir. Ja, sie sagen etwas in meine, in unsere Lebenssituation hinein. So kann ich mich selbst mit dem Gekreuzigten einigermassen versöhnen.
Ach ja, das müsste eigentlich nichts Neues sein. Schon Hans Küng erzählte vor fünfzig Jahren davon, dass sich die Jünger und Jüngerinnen nach der Kreuzigung Jesu von Nazareth zurückzogen, Gott aber dann Neues schuf - und dieses Neue uns bis heute faszinieren kann. Aber bis heute hat sich Gott selber nicht als der Mächtige, Umstürzlerische geoffenbart. Vielleicht als derjenige, der stets neu Leben ermöglicht und schafft.